Die West-Berliner Polizei war die am intensivsten durch den DDR-Staatssicherheitsdienst überwachte Berufsgruppe im freien Teil der Stadt. West-Berlin lag aus Sicht des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) \u003cI\u003efeindwärts der Mauer\u003c/I\u003e. Der Staatssicherheitsdienst sah in der West-Berliner Polizei eine \u003cI\u003ebewaffnete gegnerische Kraft\u003c/I\u003e, die es im Krisenfall auszuschalten galt. Deswegen versuchte das Ministerium für Staatssicherheit der DDR mit immensem Aufwand, alles über die personelle, räumliche und sächliche Ausstattung der West-Berliner Polizei in Erfahrung zu bringen. Bislang wurden keine vergleichbaren Datensammlungen zu einer anderen West-Berliner Institution festgestellt. Der Forschungsverbund SED-Staat hat im Auftrag des Polizeipräsidenten in Berlin die MfS-Akten zur West-Polizei ausgewertet und in dieser Studie zusammengefasst.