Inhoudsopgave:
Die Briefe vermitteln ein Bild von Brochs politischen Diskussionen mit Kahler im amerikanischen Exil. In ihnen geht es u.a. um den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg, die Gefahr der Atombombe für die Menschheit, um den Kalten Krieg mit den Folgen der McCarthy-Ãra, die Einstellung zu Deutschland und Ãsterreich in den Nachkriegsjahren und die Frage der Hilfe für diese beiden Länder, die Gründung Israels und die Rolle des Intellektuellen allgemein. Zudem schildert Broch die Intentionen seiner Romane âDer Tod des Vergilâ und âDie Schuldlosenâ sowie seiner Studien zu den internationalen Menschenrechten, seiner Ãberlegungen zur demokratischen Erziehung, zur âMassenwahntheorieâ und seines kulturhistorischen Werks âHofmannsthal und seine Zeitâ. Im Persönlichen werden jüdisch-altösterreichische Retrospektiven eingeschaltet, aktuelle Frauenfreundschaften, die ihn überfordern, geschildert und die Bemühungen seiner Gönner kommentiert, die ihm den Nobelpreis verschaffen wollen, Stellen an deutschen Universitäten vermitteln möchten und ihn zum Mitglied der Darmstädter Akademie gewählt haben, dies meistens mit ironischem Unterton und einer für den Autor typischen Selbstkritik. |